Welche Risiken sollten Familien kennen?
Kontakte und Kommunikation
Roblox bietet verschiedene Kommunikationsfunktionen. Je nach Alter, Kontoeinstellungen und aktueller Plattformgestaltung können Kinder mit anderen Nutzerinnen und Nutzern in Kontakt kommen.
Dabei ist nicht immer erkennbar, wer hinter einem Profil steckt. Fremde können sich als gleichaltrige Kinder ausgeben oder versuchen, Vertrauen aufzubauen. Kinder und Jugendliche brauchen deshalb klare Regeln:
- Persönliche Daten gehören nicht in Chats.
- Freundschaftsanfragen unbekannter Personen werden nicht angenommen.
- Unangenehme Nachrichten werden nicht beantwortet.
- Auffällige Kontakte werden blockiert und gemeldet.
Wichtig ist außerdem, dass Kinder wissen: Sie können jederzeit Hilfe holen, ohne Ärger zu bekommen.
Ungeeignete Inhalte
Roblox prüft Inhalte und Kommunikation mit automatisierten und menschlichen Moderationssystemen. Trotzdem können problematische Inhalte oder unangemessene Kontakte nicht vollständig ausgeschlossen werden. Einzelne Experiences können Gewalt, sexualisierte Darstellungen, beleidigende Sprache oder andere Inhalte enthalten, die Kinder belasten. Die Bezeichnung einer Experience sagt nicht immer zuverlässig, was Kinder darin erwartet. Eltern sollten deshalb nicht nur auf Altersangaben vertrauen. Entscheidend bleibt, welche Inhalte das eigene Kind tatsächlich nutzt und wie es damit umgeht.
Altersfreigabe und Altersgruppen
Für Roblox gilt in Deutschland seit Januar 2025 eine USK-Freigabe ab 16 Jahren. Die Einstufung berücksichtigt unter anderem Gewaltinhalte, Kaufanreize und Risiken durch die Kommunikation mit anderen Nutzerinnen und Nutzern.
Außerdem wurden im April 2026 neue altersbasierte Kontotypen eingeführt:
- Roblox Kids (für Kinder von 5–8 Jahren)
- Roblox Select (für Kinder und Jugendliche von 9–15 Jahren)
Diese Konten haben automatisch strengere Standardeinstellungen, etwa eingeschränkte Kommunikation und gefilterte Inhalte. Eltern können bis zum 16. Geburtstag des Kindes einzelne Spiele sperren oder freigeben, Chat-Einstellungen verwalten, Bildschirmzeit- und Ausgabelimits setzen und nachvollziehen, welche Spiele genutzt werden.
Robux und In-Game-Käufe
Robux ist die virtuelle Währung von Roblox. Nutzerinnen und Nutzer können Robux mit echtem Geld erwerben. Damit lassen sich beispielsweise Avatar-Gegenstände, Spielvorteile oder Zugänge zu bestimmten Inhalten bezahlen. Virtuelle Gegenstände haben dabei keinen stabilen Geldwert. Sie können verschwinden, verändert werden oder ihren Reiz verlieren. Familien sollten deshalb vorab festlegen, ob Robux gekauft werden, wer Käufe freigibt und welches Budget gilt.
Glücksspielähnliche Mechanismen
Einige Experiences arbeiten mit Zufall, virtuellen Belohnungen oder kostenpflichtigen Versuchen. Solche Mechanismen können an Glücksspiele erinnern, auch wenn keine direkte Auszahlung von Geld erfolgt. Für Kinder ist oft schwer zu erkennen, wie stark solche Systeme ihre Entscheidungen beeinflussen. Begriffe wie „selten“, „exklusiv“ oder „nur noch kurze Zeit“ können den Eindruck erzeugen, schnell handeln zu müssen.
Spielzeit und Weiterspielen
Viele Experiences belohnen Fortschritt, tägliches Einloggen oder langes Spielen. Ranglisten, Sammelobjekte und zeitlich begrenzte Aufgaben können den Wunsch verstärken, weiterzuspielen.
Datenschutz und Sicherheit
Für die Nutzung eines Onlinekontos werden personenbezogene Daten verarbeitet. Dazu können unter anderem Kontodaten, Nutzungsinformationen und technische Daten gehören. Welche Informationen verarbeitet werden, hängt von den genutzten Funktionen und den jeweiligen Einstellungen ab.
Kinder und Jugendliche sollten zudem verstehen, dass auch ein Avatar Rückschlüsse auf ihre Person ermöglichen kann. Namen, Kleidung, Sprache und Spielzeiten können Informationen über den Alltag preisgeben.