Medienbegleitung
Gesundheit braucht Bildung, Bildung braucht Gesundheit.“
– selten war dieses Credo so greifbar wie am 4. November 2025, als die BARMER erstmals Lehrkräfte sowie Expertinnen und Experten verschiedener Fachbereiche zum AUSBLICK Kongress in Berlin einlud. Im Fokus: Das Leitthema „Mentale Gesundheit und Zukunftsmut in Zeiten globaler Krisen“ und die Frage, wie es gelingt, die digitale Gesundheitskompetenz junger Menschen systematisch zu stärken und dabei auch ihr seelisches Wohl, ihre Resilienz und ihren Zukunftsmut zu fördern?
Kinder und Jugendliche bewegen sich längst in digitalen Lebenswelten. Dort begegnen sie tagtäglich einer Vielzahl an gesundheitsrelevanten Informationen und Angeboten. Doch wie lernen sie, gesundheitsbezogene Inhalte im Netz kritisch zu hinterfragen? Wie entwickeln sie die Kompetenz, zwischen Fake und Fakt zu unterscheiden und selbstbestimmt Entscheidungen für ihr Wohlbefinden zu treffen?
Fragen, auf die der Bildungsalltag bislang kaum Antworten gibt – obwohl sie drängender kaum sein könnten. Digitale Gesundheitskompetenz und damit die Fähigkeit, gesundheitsbezogene digitale Inhalte zu suchen, zu finden, zu verstehen, zu bewerten und reflektiert für die eigene Gesundheit anzuwenden, ist eine der Schlüsselkompetenzen unserer Zeit. Und dennoch findet sie bislang kaum Eingang im Klassenzimmer. Das zeigte nicht nur die repräsentative BARMER DURCHBLICKT! Studie, sondern auch AUSBLICK, der erweiterte Dialograum des bundesweiten Präventionsprogramms: Die heutige Zeit braucht Schulkulturen, in denen Gesundheitsbildung und Medienbildung nicht mehr isoliert, sondern gemeinsam gedacht und gelebt werden.
AUSBLICK – Der BARMER Kongress für Gesundheit und Bildung ist mutig und anders: Nicht als klassische Fachtagung, sondern als offener Dialograum gedacht, schaffte er ein Forum für Austausch auf Augenhöhe zwischen Schule, Wissenschaft, Prävention, Eltern und Jugendlichen. Wer an diesem Tag dabei war, erlebte, wie echte Vielfalt produktiv werden kann – und wie dringend wir diesen Austausch in Zeiten komplexer Informationsflut und multipler Krisen brauchen.
Von der inspirierenden Eröffnung durch BARMER-Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Christoph Straub bis hin zu Energie- und Rap-Impulsen durch Entertainer Rico Montero: Das inhaltliche Spektrum des Kongresses umfasste fundierte wissenschaftliche Einblicke in Form von Keynotes und Power Talks rund um Mental Health, Social Media und KI-Mythen. Besonders lebendig wurde der Tag durch das Panel „Digitale Gesundheitskompetenz – Zwischen Anspruch und Alltag“, in dem Akteurinnen und Akteure aus Schule, Prävention, Eltern- und Schülerschaft offen und direkt miteinander diskutierten. Als digitales Zusatzangebot wurden für alle, die nicht live vor Ort waren, außerdem ausgewählte Online-Vorträge angeboten.
Als Praxis-Highlight erwies sich die interaktive Lernrallye: Hier tauchten die Teilnehmenden in Szenarien aus dem digitalen Alltag Jugendlicher ein und entwickelten gemeinsam Ideen, wie digitale Gesundheitskompetenz konkret im Schulalltag verankert werden kann.
Was nahmen Lehrkräfte mit? Vor allem das Gefühl, nicht allein vor immer neuen Herausforderungen zu stehen. Der AUSBLICK Kongress machte Mut, indem er zeigte: Gesundheitskompetenz und digitale Mündigkeit sind erreichbare Ziele, wenn Schule mutig interdisziplinär denkt und alle Beteiligten – Lehrkräfte, Eltern, Jugendliche, Wissenschaft und Gesundheitsexpertinnen und -experten – gemeinsam an Lösungen arbeiten. So können Bildungseinrichtungen zu Orten werden, an denen Gesundheitsbildung aktiv gelebt wird – für mehr Selbstwirksamkeit, Teilhabe, Resilienz und kritischen Umgang mit digitalen Gesundheitsinformationen.
AUSBLICK war mehr als Informationsvermittlung; er war Einladung zur Mitgestaltung. Und: AUSBLICK war ein Auftakt, kein Endpunkt. Denn AUSBLICK endet nicht mit dem Kongresstag. Vielmehr schreibt der Kongress den Dialog fort, den das BARMER DURCHBLICKT! Programm zur Förderung digitaler Gesundheitskompetenz bereits in über 8600 Schulen angestoßen hat.
Auch nach dem Kongress bleibt der Blick nach vorn damit spannend – und Ihre Rolle als Lehrkraft zentral. Denn Lehrkräfte sind Schlüsselakteurinnen und -akteure einer digital gesundheitskompetenten Zukunft. Die Teilnehmenden nahmen Impulse für Unterricht, Präventionsarbeit, Schulentwicklung und starke Netzwerke mit. So könnte aus innovativen Ansätzen gelebte Praxis werden. Für eine junge Generation, die informiert, gesund und zuversichtlich durch die digitale Welt navigiert.